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Ausgabe 02/2018 - Abstract 4

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Die Rolle von Histonmethylierungen in der Entwicklung des zentralen Nervensystems und bei Neuralrohrdefekten

Alejandro Villarreal, Henriette Franz und Tanja Vogel

Zusammenfassung:
Es ist essenziell, die Vorgänge, die während der Entwicklung des zentralen Nervensystems (ZNS) ablaufen, zu verstehen, um Krankheitsbilder wie Mikrozephalie oder Neuralrohrdefekte, welche aus fehlerhaften Prozessen während der Entwicklung des ZNS resultieren, zu entschlüsseln. Epigenetische Mechanismen sind spatiotemporale Regulationsmechanismen, die auf die Genexpression Einfluss nehmen. Sie sind in mannigfaltige zelluläre Vorgänge involviert, unter anderem in die Zelldifferenzierung. Folglich besteht großer Bedarf, diese Mechanismen in Hinblick auf Entwicklung und Krankheitsbilder zu erforschen. In dem vorliegenden Artikel werden wir Histonmethylierung als epigenetische Modifikation beleuchten und die Mechanismen erläutern, wie sie Genexpression und Zelldifferenzierung während der Entwicklung des zentralen Nervensystems, sowie neuraler Differenzierung beeinflussen. Ferner werden wir den Zusammenhang zwischen Histonmethylierung und der Ätiologie von Neuralrohrdefekten diskutieren. Es wird besonders auf die Rolle von disruptor of telomeric silencing like 1 (DOT1L) und Histon H3 Lysin 79-Methylierung (H3K79me) eingegangen, welche eine ungewöhnliche Histonmethylierung darstellt, jedoch relevant für die fehlerfreie Entwicklung des zentralen Nervensystems ist.

Keywords: Development; Neural Differentiation; Epigenetics; Histone Methylation; Neural Tube Defects